Unsere Ausflugsempfehlung für den Frühling ist definitiv der Nationalpark Plitvicer Seen. Hier habt ihr alles was das Herz begehrt. Wasser, Berge und einfach gaaaaaanz viel Natur. Wir haben einen Tag im Nationalpark verbracht. Man muss aber dazu sagen, dass man hier wirklich mehrere Tage verbringen könnte.

Wir sind am Vortag schon angereist, damit wir auch ganz früh los starten können. Der Plan war gut und so waren wir schon da, bevor noch alle anderen Touristen in Ihren Reisebussen den Nationalpark stürmten. Wir empfehlen euch auch, die Eintrittskarten bereits in eurer Unterkunft zu kaufen. Wir haben in Grabovac im House Tina geschlafen.  Das Gästehaus von Tina könnt ihr ohne Probleme bei booking.com buchen. Mit den Hunden war der Bungalow optimal für uns. Die Unterkunft hat auch ein Pool, da kann man sich noch so richtig schön abkühlen und abends gab es noch ein gutes BBQ. Von hier aus sind es noch ca. 5 Autominuten zu den Plitvicer Seen. Beste Ausgangslage also.

Am Tag unserer Anreise sind wir noch mit den Hunden spazieren gegangen und uns hat ein atemberaubender Ausblick auf den Nationalpark überrascht.

Plitvicer Seen

Wie kommt ihr mit dem Auto zu diesem Aussichtspunkt ?

Vom Örtchen Seleste Dresnicko kommend biegt man rechts ab und fährt immer die enge Serpentinenstraße bergauf durch ein Waldgebiet bis man am House Katica Bicanic ankommt. Hier teilt sich die Straße und man biegt vor dem grünen Haus nach links ab.Hier fährt man dann immer weiter bis sich die Straße teilt. Rechts seht ihr ein altes Haus, bzw. das was noch davon übrig ist und davor könnt ihr parken. Wenn ihr gerade weiter fahren würdet, würdet ihr auf einer kleinen Holzbrücke landen. Von hier aus geht einfach in den Wald hinein und den Weg entlang. Nach 5 Minuten werdet ihr über diese traumhafte Kulisse stolpern.

Nun aber zu unserem Tag bei den Plitvicer Seen. Der Wecker läutet um 6 Uhr und nach einem schnellen Frühstück sind wir auch schon losgefahren zum Eingang 1. Hier gibt es ansich ausreichend Parkplätze, aber in der Hauptsaison ist bestimmt der Kampf darum angesagt. Direkt vom Eingang weg beginnt der erste Fußmarsch um die unteren Seen, auch Kalkcanyon genannt. Ihr wandert über atemberaubende Stege und könnt euch von traumhaft klarem Wasser beeindrucken lassen. Die Wasserfälle sind riesig hoch da bleibt einem einfach die Spucke weg. Am besten folgt ihr hier den Schildern Richtung P3.

Plitvicer Seen

Plitvicer Seen

Plitvicer Seen

Plitvicer Seen

Plitvicer Seen

Plitvicer Seen

 

Beim P3 angekommen haben wir uns in das Elektroboot gesetzt und sind damit zum Punkt P1 gefahren. Das Boot ist dann doch relativ groß – und voll, also achtet darauf, dass ihr einen Platz ganz vorne oder am Rand bekommt, dann habt ihr zumindest auf einer Seite nicht lauter Köpfe im Blickfeld 😉 Beim P1 habt ihr auch die Möglichkeit euch mit Essen und Getränken zu versorgen.

ABER unser persönliches Highlight am P1 ist die Möglichkeit sich ein Ruderboot auszuleihen. Chelsea war von der Ideen anfangs gar nicht so begeistert. Aber unser kleiner Seebär Jimmy hat ihr schnell gezeigt, das Bootfahren auch in kleinen Booten total cool ist. Und schon wurde im Nu alles genau unter die Lupe genommen.

Plitvicer Seen

Plitvicer Seen

Plitvicer Seen

Plitvicer Seen

Plitvicer Seen

 

Wir haben das Boot für eine gute Stunde gemietet. Bitte einfach auf die größeren Boote Rücksicht nehmen. Die sind stärker – und das wissen sie auch 😉 Ihr könnt mit eurem Ruderboot dann relativ nah an die Klippen fahren und alles ganz genau anschauen oder einfach die Ruhe am See genießen 🙂

Wenn ihr fertig seid bringt ihr euer Ruderboot einfach zurück. Dann schaut mal wie spät es ist 😉 Bei uns war es schon später Nachmittag und wir wollten an diesem Tag noch weiter fahren nach Zadar um dann in den nächsten Tagen im Nationalpark Paklenica zu klettern. Wir gingen also weiter zur St2. Hier würdet ihr auch den zweiten Eingang finden, falls ihr von hier aus startet. Von der St2 könnt ihr dann mit dem Bus zur St1 fahren. Das ist zwar bestimmt die unbequemere (weil völlig überfüllt) Version, aber dafür schneller.  Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, wären wir bestimmt zu Fuß gegangen.

Hier seht ihr noch eine Grafik unserer Route:

Plitvicer Karte

Fakten zum Nationalpark Plitvicer Seen:

Der Nationalpark ist der älterste aber auch der größte in ganz Kroation. 1979 wurde er in die UNESCO-Liste des Welterbes eingetragen. Er umfasst eine Fläche von fast 300 km³. Die Plitvicer Seen waren auch Drehort für die berühmten Winnetou-Filme. Daran wird man auch an jeder Ecke erinnert.

Auf Sauberkeit wird wirklich großen Wert gelegt. Am besten ihr nehmt einfach einen Rucksack mit in dem ihr euren Müll dann auch wieder mitnehmt. In dieser Naturpracht möchte man wirklich nichts zurück lassen.

Wir empfehlen euch auf jeden Fall auch festes Schuhwerk und entsprechende Kleidung. Wir haben ernsthaft Touristen in Flipflops gesehen. Das ist aber tatsächlich gefährlich! Die Wege sind teilweise aus Holz und nass, dementsprechend rutschig kann es auch sein, ebenso die Wald- und Wanderwege.

Öffnungszeiten:

Der Park hat ganzjährig geöffnet. Die Öffnungszeiten variieren aber je nach Jahreszeit. Am Besten schaut ihr HIER nach wie die Öffnungszeiten gerade sind.

Eintrittspreise:

Auch die Eintrittspreise variieren je nach Jahreszeit. Wir haben für einen Tag 110 kn bezahlt, das sind ca. 15 Euro. Für Studenten und Gruppen gibt es Sonderpreise und natürlich auch für Besucher die Mehrtageskarten kaufen. Denkt an unseren Tipp – kauft die Karten direkt in eurer Unterkunft.

Für das Auto am Parkplatz bezahlt ihr übrigens nochmal extra 7kn / Stunde.

Fazit:

Kurz und knapp – wir lieben diesen Nationalpark! 🙂 Wir möchten euch aber auch raten, diesen eher in der Vorsaison zu besuchen. Je früher ihr in den Tag startet umso besser. Denn dann seid ihr den anderen Touristen einfach immer voraus und könnt die Natur und dieses einzigartige Schauspiel so richtig genießen. Das war bestimmt nicht unser letzter Besuch. Wir freuen uns schon die Winkel des Parks zu entdecken die uns an nur einem Tag verborgen geblieben sind.